Die umstrittene Ortstaxenregelung in Wien
Zur Zeit bittet man in Wien die Ferienwohnungsvermieter kräftig zur Kasse. Die Ortstaxe, die bis jetzt nur von touristischen Gewerbebetrieben eingehoben wurde, soll nun auf einmal auch von „privaten“ Ferienwohnungsbesitzern bezahlt werden. Die Magistratsabteilung 6 interpretiert die etwas unklare Gesetzeslage völlig willkürlich auf einmal so, dass auch bei reiner Raumvermietung Ortstaxe anfällt und verrechnet nun 5 Jahre rückwirkend diese Gebühren.
Erwin Kaminek, Betreuer der Internetplattform „Apartment Service Vienna“ ist der Meinung, dass die rückwirkenden Forderungen der MA6 zu Unrecht bestehen. Zumal es Jahre zuvor immer wieder geheißen hat, “private” Ferienwohnungsbesitzer sind von der Ortstaxenregelung augenommen.
Die Verärgerung der Vermieter beruht auf der Nachforderung. Kein Vermieter sieht ein, wenn jahrelang verkündet wird, dass “Private” keine Ortstaxe abführen müssen und dann auf einmal will man 5 Jahre rückwirkend diese einfordern. Mit einer zukünftigen Lösung bzw. Regelung wären die Vermieter von Apartment Service Vienna durchaus einsichtig gewesen. Eine Informationsveranstaltung seitens der Magistratsabteilung im Zusammenwirken mit dem Wiener Tourismusverband wäre zielführender gewesen, jedoch durch diese Vorgehensweise des Magistrates hat man sehr viele Feienwohnungsvermieter verärgert.
Aus diesem Grund gab es von Apartment Service Vienna eine Informationsveranstaltung für alle Ferienwohnungsbesitzer in Wien. Über die rechtliche Situation referierte am 19. Mai 2011 ein Steuerrechtsexperte der Wirtschaftsuniversität Wien.
Wiener Ferienwohnungsbesitzer die über die Ortstaxencausa Infos austauschen wollen, melden sich unter office@apartment.at


Die heutigen Zeitungsberichte (29.5.2011, u. a. Kronen Zeitung) vom SP-Parteitag spiegeln die momentane “Bürgerpolitik” von Finazstadträtin Renate Brauner, welche zugleich auch Präsidentin des Wiener Tourismusverbandes ist, wider. Die Kronen Zeitung schreibt in fetten Lettern “Absturz von Renate Brauner” weiters ” … sie kam lediglich auf 72,1% der Delegiertenstimmen, …”. Wenn schon die eigenen Parteimitglieder ihr um 12,7% weniger Vertrauen schenken als 2009, warum sollen ihr dann die Bürger, in diesem Fall die Ferienwohnungsvermieter nach all den unverständlichen Aktionen, wie oben erwähnt, gut gesinnt sein?
Anstatt die Bürger bzw. FEWO-Vermieter mit ihren Anliegen wirklich anzuhören oder nach Lösungen zu suchen, wird stattdessen eine “5-Jahres-Rückholaktion” der Ortstaxe gestartet, die in dieser Form keiner versteht und sich nur darüber ärgert. Diese und ähnliche Vorgehensweisen schlagen sich dann eben bei Wahlen auf geringere Prozentpunkte nieder.
Bei dieser hausgemachten Vorgehensweise ist weder die Krise schuld noch irgendwelche lautstarke Parteigegner.
[...] Unklare Änderung des Wr. Tourismusgesetzes WTFG Erwin Kaminek 7.2.2012 Kommentieren In einer Presseaussedung im Dez. 2011 wurde eine Änderung des Wiener Tourismusförderungsgesetzes bereits angekündigt. Dies wurde auch deshalb notwendig, weil vor einem Jahr die vielen Privatvermieter seitens der MA6 mit 5 jährigen Rückzahlungsforderungen der Ortstaxe konfrontiert wurden. Siehe dazu auch folgenden Bericht. [...]