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Ein Wald voller Krapfen


In Wien gibt es viele Plätze und Orte die eine ganz besondere Geschichte rund um ihren Namen haben. So auch ein Wald in Grinzing: das Krapfenwaldl.

Wie dieser Wald seinen Namen bekam und warum hier Krapfen eine große Rolle spielen, das erzähle ich Dir heute in der Sage vom Teufel im Krapfenwaldl.

Der Teufel im Krapfenwaldl

Es war ein Faschingssonntag als ein junger Handwerksbursche auf der Suche nach Arbeit durch den Wald bei Grinzing wanderte. Er war schon lange unterwegs und auch schon sehr hungrig. Er machte eine kurze Pause und erinnerte sich voll Wehmut, dass seine Mutter ihm am Faschingssonntag immer frische Krapfen gemacht hat, sein Leibgericht.

Plötzlich sah er auf einem nahen Baumstumpf eine große Schüssel voll frischer, noch warmer Krapfen. Da wartetet er nicht lange und aß einen Krapfen nach dem andern bis die ganze Schüssel leer war.

Krapfen©Cafe-Konditorei-Groissboeck

Er wollte gerade weiterwandern, als ein kleines, schwarz gekleidetes Männchen vor ihm stand. Es sprach „Gib mir Deine Seele und ich gebe Dir den Rest Deines Lebens soviele Krapfen wie Du möchtest. Du musst nur danach rufen.“ Da war dem Burschen klar, mit wem er es zu tun hatte, vor ihm stand der Teufel. Doch der Bursch war listig. „Nun, Teufel kann sich jeder nennen, Du musst mir schon beweisen, dass Du echt bist. Zeige mir Deine Künste.“

Der Bursch forderte den Teufel auf, so groß wie ein Riese zu werden und in der nächsten Sekunde stand ein Riese vor ihm. „Werde so klein wie eine Eichel.“, und schon war der Teufel eine kleine Eichel. Diese schnappte der Bursch, steckte sie in seine Tasche und rannte nach Grinzing zu einem Schmied. Dort schnappte er sich den größten und schwersten Hammer den er bekommen konnte. Er schlug auf die Eichel ein solange bis der Teufel versprach ihn nie mehr in Versuchung zu führen und für immer verschwand.

Der kleine Wald in Grinzing wo der Bursch die Schüssel Krapfen fand, der trägt seit damals den Namen Krapfenwaldl.

Wenn Du also das nächste Mal in der Gegend bist, vielleicht findest Du ja eine Schüssel mit Krapfen. Aber Du weißt, der Preis dafür kann ziemlich hoch sein.

Kahlenberg©WienTourismus-  KarlThomas